Referent*in
Florian Hammerle
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Zusatzqualifikation/ Fachkunde Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Termin
08. Dezember 2025, 10–17 Uhr
Ort
Räume des MädchenHauses Mainz
Am Kronberger Hof 6
55116 Mainz
Kosten
150 Euro
„Sein oder Nichtsein“ – Einordnung, Hintergründe und Handlungswege bei Suizidalität
Für das Jahr 2022 werden nach aktuellsten Daten des statistischen Bundesamtes in Deutschland 10.119 Suizide (stündliche Suizidrate von ~1,16 Personen) ausgewiesen (Quelle: destatis.de). Während Lebensüberdruss, Suizidgedanken oder auch Suizidversuche in der Kindheit sehr selten vorkommen, nimmt die Häufigkeit ab der Adoleszenz sprunghaft auf Quoten des Erwachsenenalters zu.
Im psychosozialen Hilfenetz stellen Gedanken mit unterschiedlichen Graden lebensüberdrüssiger/ suizidaler Ausprägungen häufige Phänomene dar und setzen Helfende oft großer Hilflosigkeit aus.
Die Kenntnis von Hintergründen, der Funktionalität und möglichen Strategien zum Umgang mit Klient*innen erscheint vor diesem Hintergrund sehr wichtig. Ein besonderer Stellenwert sollte dabei auf eigene Kompetenzen unter Wahrung der Grenzen des eigenen Handlungsspielraums gelegt werden.
Zu Beginn des Workshops werden mit interaktivem Frontalunterricht Häufigkeit, Entstehungsbedingungen und Funktionalität von suizidalen Gedanken und Handlungen vermittelt. Über Perspektivwechsel wird die Brücke zur eigenen Auseinandersetzung mit Suizidalität geschlagen, um eine sichere eigene Haltung zu entwickeln und individuelle und arbeitskontextbezogene Grenzen des eigenen Handelns mit Klient*innen auszuloten. Hieran schließt sich die praxisbezogenen Vermittlung von Gesprächsführungsmethoden mit Bezug auf die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) an, um Handlungsstrategien im Umgang mit Klient*innen zu entwickeln und zu vertiefen.