Publikationen

Inobhutnahme in Theorie und Praxis

Grundlagen der stationären Krisenintervention in der Jugendhilfe und empirische Untersuchungen in einer Inobhutnahmeeinrichtung für Mädchen

Stefanie Kirchhart

Buchcover: Inobhutnahme in Theorie und PraxisIn der bundesweit umfassendsten Studie zur Jugendhilfeleistung der Inobhutnahme werden anhand einer anonymisierten Einrichtung notwendige juristische und fachtheoretische Aspekte der stationären Krisenintervention erörtert und kritisch beleuchtet. Dabei werden bestehende Studien vergleichend hinzugezogen.

Im fachtheoretischen Teil finden neben einer kritischen Betrachtung der juristischen Situation für betroffene Kinder und Jugendliche die Rolle von Mädchen in der Gesellschaft und die Bedeutung der Integration migrierter Menschen Berücksichtigung. Aktuelle pädagogische Grundlagenkonzepte werden hinsichtlich ihrer Bedeutung für die stationäre Krisenintervention ebenso einbezogen wie Forschungsergebnisse der psychologischen Krisenforschung. Es wird Bezug genommen auf Aspekte der Partizipation in Einrichtungen der Jugendhilfe und die Fragestellung zur Gestaltung einer fachlich fundierten Diagnostik.

In der empirischen Erhebung über den Zeitraum von zehn Jahren wird eine Bestandsaufnahme der spezifischen Merkmale von Mädchen in der Inobhutnahme durchgeführt. Neben soziobiografischen Daten der Klientinnen und ihrer Familien, Aufnahmegründen der Mädchen und dem Hilfeverlauf werden insbesondere Informationen zu Mädchen mit Verhaltensauffälligkeiten und Mädchen mit Migrationshintergrund erfasst. Dabei werden vielfältige Zusammenhänge dargestellt.

Darüber hinaus werden sich unterscheidende Aspekte differenziert nach Jugendamtsgebieten analysiert. Eine abschließende empirische Analyse bildet Subgruppen der untersuchten Klientinnen und bietet differenzierten Aufschluss über die größte Personengruppe, jugendliche Mädchen, innerhalb der Jugendhilfemaßnahme der „Inobhutnahme“.

ISBN: 978-3-7815-1595-6

Das Mitarbeitergespräch in sozialen Einrichtungen

Ursula H. Werling

Buchcover: Das Mitarbeitergespräch in sozialen EinrichtungenDer Einzug des Personalmanagementgedankens in die soziale Arbeit stellt Personalverantwortliche und Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Die Konzepte aus der freien Wirtschaft können nicht unhinterfragt übernommen, sondern müssen auf die soziale Praxis abgestimmt werden. Ursula H. Werling untersucht in der vorliegenden Studie, wie das Personalführungsinstrument „Mitarbeitergespräch“ in der Praxis sozialer Einrichtungen eingesetzt wird.

Sie gibt einführend einen Überblick über die spezifische Situation sozialer Einrichtungen u.a. in Hinsicht auf Führung, Geschlechtsspezifik, Kommunikation und Informations- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer/innen.

Darauf aufbauend werden die wesentlichen Komponenten des Instruments „Mitarbeitergespräch“ dargestellt: Definitionen, Funktionen und Ablauf. In der sich anschließenden eigenen empirischen Untersuchung werden die Fragestellungen beantwortet, wie Mitarbeitergespräche in sozialen Einrichtungen eingesetzt werden und welche Unterschiede bei der Umsetzung gegeben sind.

ISBN: 978-3-8364-0393-4

Alte oder neue Paradoxien

Professionalisierung - Modernisierung im Spiegel sozialpädagogischer Diskussion

Nadine Zimmer

Buchcover: Alte oder neue ParadoxienVersteht man Pädagogik als eine Profession, welche eine vermittelnde Position zwischen Gesellschaft und Individuum einnimmt, so sind bestimmte Dilemmas und Paradoxien unvermeidbar, aufgrund diskrepanter Ansprüche, die an die Professionellen im Sozialwesen herangetragen werden.

Infolge der Modernisierung des deutschen Sozialstaates und den Umstrukturierungen im Gefüge von Bürger – Staat – Sozialwesen zeigen sich Veränderungen, welche sich in besonderer Weise auf die pädagogische Professionalität auswirken. Unter Berücksichtigung der aktuellen pädagogischen Fachdiskussion wird die Fragestellung diskutiert, wie die Modernisierung des Sozialstaates die Paradoxien der pädagogischen Professionalität beeinflusst und welche Auswirkungen dies auf die pädagogische Praxis hat.

Nadine Zimmer, 1980 in Neuwied geboren, studierte – nach dem Abitur auf der Waldorfschule Neuwied – von 2001 bis 2006 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Diplomstudiengang Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik. Vor und während des Studiums sammelte sie im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zahlreiche Einblicke in die pädagogische Praxis.

ISBN: 978-1-903343-98-3