Psychologische Diagnostik

Psychologische Fachberatung

Aufgaben und Ziele der Psychologischen Fachberatung sind sowohl die Diagnostik, Gruppenbetreuung und -durchführung als auch die Qualitätssicherung der verschiedenen Interventionen der Bausteine des MädchenHauses.

Diagnostik für Jugendämter, Eltern, etc.

Anhand standardisierter und genormter Fragebögen werden Probleme und Belastungen, aber auch Ressourcen und Kompetenzen der Mädchen und jungen Frauen erfasst. Zusätzlich werden per Fragebögen Fremdeinschätzungen (der Eltern, etc.) für ein ganzheitliches Bild der Klientinnen erhoben. Durch die Ergebnisse kann z. B. abgeleitet werden, ob weiterführende Testungen angeschlossen werden sollten. Neben allgemeinen Verfahren sind IQ-Testungen sowie störungsspezifische Testungen möglich.

Psychologische Fachberatung innerhalb der Gruppenangebote des MädchenHauses

Drei Gruppen werden durch die Psychologische Fachberatung betreut: die Bezugsgruppen der Wohngruppe für Essstörungen und der MädchenZuflucht sowie die Elterngruppe.

Die Bezugsgruppen dienen dem strukturierten Austausch der Mädchen und jungen Frauen untereinander. Die Gruppe wird nach dem Ansatz der „Dialektisch Behaviorale Therapie für Jugendliche“ (DBT-A, Fleischhaker et al., 2011) durchgeführt. Ziele der Gruppen sind die Stärkung der Eigenverantwortung der Gruppenmitglieder, das Besprechen von Problemen, die den WG-Alltag behindern, Vorbringen von Veränderungsvorschlägen, die Planung von gemeinsamen Freizeitaktivitäten und Übernahme von Patenschaften bei Aufnahme neuer Mädchen. Darüber hinaus wird in der Wohngruppe für Essstörungen ein besonderer Blick auf essstörungsspezifisches und therapiestörendes Verhalten gelegt. Die Mädchen können sich darüber austauschen, was ihnen in der Woche schwergefallen ist, neu erlernte Skills können besprochen und Verständnisfragen geklärt werden. Vor jeder Gruppensitzung wird eine Achtsamkeitsübung durchgeführt.

Die angeleitete Elterngruppe richtet sich an interessierte Eltern psychisch kranker bzw. auffälliger Kinder und Jugendlicher. Die Ziele der Elterngruppe sind: Austausch von Erfahrungen und Informationen, Hilfen zur Problembewältigung im Alltag, wechselseitiges Stützen und emotionaler Halt sowie gemeinsames Verarbeiten belastender Erfahrungen. Die Sitzungen sind in zwei Bereiche geteilt: Einen edukativen Teil (z. B. zu spezifischen Störungen, Problemlösestrategien, Kommunikation, Entstehung und Umgang mit Gefühlen etc.) und einen Teil zum angeleiteten Austausch unter den Eltern. In der ersten Sitzung werden Erwartungen an die Gruppe gesammelt und Themenbereiche und Inhalte festgelegt.