Jugendliche im Mediendschungel

Wie können Bezugspersonen Orientierung und Handlungskompetenz vermitteln?

Bücher, Filme und Musik – Inhalt und Form der Darbietung sowie des Konsums von Medien und Multimedia ist schon immer generationenspezifisch geprägt. Innerhalb der jugendlichen Peer Group findet über die Entdeckung des Neuen und Modernen ein wichtiger Prozess der Identifikation und Abgrenzung statt. Durch die „Digitale Revolution“ wird dieses Phänomen durch neue technische Möglichkeiten verstärkt. Mobile Endgeräte – Konsole, Tablet und Smartphone – führen dazu, dass der Medienkonsum nicht mehr für die ganze Familie nachvollziehbar im Wohnzimmer stattfindet. Jede Person hat den eigenen Bildschirm immer dabei, das Umfeld weiß manchmal gar nicht, was gespielt, gehört oder angeschaut wird. Die medialen Miterzieher werden dadurch in vielen Familien zu einer unbekannten Größe. Neben den problematischen Inhalten, die möglicherweise dabei konsumiert werden, kann die grenzenlose Verfügbarkeit zur Abhängigkeit führen. Internet- und Computerspielsucht sind häufig zu beobachtende Begleiterscheinungen.

Im WWW bewegen wir uns in einem Mitmachnetz. Gesellschaftliche Partizipation ist eine der positiven Entwicklungen, die das Internet mit sich bringt. Eigene Musik und Filme produzieren und mit der Welt teilen – diese Möglichkeiten werden von einigen Kreativen genutzt. Der Großteil der Nutzerinnen und Nutzer teilt allerdings private Informationen in Sozialen Netzwerken wie Facebook, WhatsApp, Instagram, Youtube und musical.ly. Dabei werden mit Texten und Bildern oft persönliche und peinliche Datenspuren hinterlassen, gleichzeitig gehen damit Straftaten wie die Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten einher.

In diesem Seminar werden die einschlägigen Kanäle, die Jugendliche nutzen, vorgestellt und erläutert, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Sie erhalten Informationen, die Sie als Bezugsperson in die Lage versetzen, problematische Situationen zu erkennen und dabei Hilfestellung leisten zu können. Anhand von konkreten Fällen aus Ihrer Praxis werden kompakte Anleitungen zu möglichen Interventionsschritten entwickelt.

Referentin: Michaela D. Brauburger
Zielgruppe: Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Professionen
Termin: 22. Juni 2017, 10–17 Uhr
Ort: Dorfbüro in Bodenheim
Kosten: 120 € (inkl. Verpflegung, ohne Unterkunft)

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